Re: Kleines Paket nach Kathmandu mitnehmen

In Nepal bleibt alles beim Alten. Es ist fraglich und sogar unwahrscheinlich, dass ein Paket tatsaechlich seinen Empfaenger vollstaendig erreicht.
Der Rechtsanwalt, der uns in Nepal aus den "Klauen" eines Kreises innerhalb eines hier nicht genannten deutschen Ministeriums befreite, erklaerte mir, wie eine Postsendung sicher seinen Empfaenger erreicht: Es geht ausschliesslich ueber direkte private Beziehungen zum Personal am Flughafen, oder eben, wie hier gesucht, private Kanaele. Wir sollten nicht verwundert sein: das war in Nepal immer so und wird voraussichtlich so bleiben. Gleich, wie demokratisch und den Buergern verpflichtete Regierung sich auch immer nennt.
Es gibt Kreise, die das aendern wollen, aber es bedarf schon direkter privater Beziehungen auch dorthin. An meinen Rechtsanwalt kann ich beispielsweise immer schicken, in der Gewissheit, dass die Sendung auch ankommt.

Auf die gleichen Zustaende trifft jeder, der auf Banken eingezahlte Betraege abheben moechte. Die immer wieder erfolgreich gemachte Beute befoerdert eine gewisse Form der Kriminalitaet. Man kann aber sagen, dass im Allgemeinen Diebstaehle innerhalb der Bevoelkerung selten sind, im Vergleich zu manchen europaeischen Laendern.

Die relativ wenigen Kriminellen lauern natuerlich da, wo die Touristen sich aufhalten. Auf die Bevoelkerung ist mehr Verlass als auf offizielle Stellen. Die Polizei wird so schlecht bezahlt, dass ein Nebenverdienst lebensnotwendig ist.

Geschrieben von Bernd Schlüter am 05. November 2017 um 09:57 Uhr.

Antwort zu: Kleines Paket nach Kathmandu mitnehmen geschrieben von jones am 03. November 2017 um 21:04 Uhr.


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