Torana..

So kunstvolle Eingangstorverzierungen wie in Nepal findet man selten. Ja, das ist in Nepal eine lebendiger Brauch.
Auf unserer letzten Reise durch Helambu in Richtung Gosainkund waren wir 9 Hochzeitspaare, die am naechsten Tag heirateten und 3 Traeger, die die in Kathmandu eingekaufte Aussteuer schleppten, also insgesamt 23 Personen. Von Chipling an waren alle Hauseingaenge mit wunderschoenen geflochtenen Girlanden verziert, durch das die Hochzeitsgaeste, damit auch wir als Gaeste, schreiten mussten und ausserdem hatte man im Hausinneren Speisen, auch fuer die Gaeste vorbereitet. Ich nahm das Angebot gerne an.
Uns brachten die Toranas dann aber kein Glueck: meiner Freundin wurde der Trubel zu viel und sie stand ploetzlich auf und lief den Weg weiter, in unser Unglueck hinein.
Erst viel spaeter las uns die Hochzeitsgesellschaft schwerverletzt mitten im Waldgebiet auf...
Da wir beide ueberlebten, als angeblich erste, die einen solchen Ueberfall je ueberlebt hatten, brachten uns die Toranas, durch die wir geschritten waren, in gewisser Weise doch Glueck. Auch wenn das Hochzeitsfest am naechsten Tag ziemlich unter dem Vorfall gelitten hatte, die Einwohner waren ueberaus herzlich und nahmen Anteil, wie wir es in Deutschland nie erleben wuerden. Auch in Kathmandu wurde die Hilfsbereitschaft fortgesetzt, ohne die wir nie nach Hause gekommen waeren.
Im noerdlicheren Deutschland und in Sri Lanka dienen die Toranas wohl eher zur Abschreckung von boesen Geistern und Hexen, in Nepal meine ich heiterere Darstellungen vorgefunden zu haben. Drachen wie in China wohl seltener, die aber auch dort, wie Ganesha und Hanuman, als Gluecksymbole gelten.
Schmuecken und Streuen von Blumen war auch in unserer Familie Brauch.
Die bunten Fahnen und die meist freundlichen Menschen erzeugen das freundliche Bild, das man von Nepal nach Hause nimmt. Selbst, wenn es einem schlecht geht. Was wir und unsere Angehoerigen von deutscher Seite erleben mussten, war viel, viel schlimmer.
Wir wissen inzwischen, welche Menschenschicksale hinter dem Geld verborgen liegen, wegen dem Werner Mauss vor zwei Wochen in Bochum verurteilt wurde. Seine Auftraggeber laufen immer noch frei herum, in Deutschland. 30 Jahre her?
Nein, die Verbrechensserie reicht bis in die juengste Vergangenheit.Immer die gleiche Masche. In Nepal war man gut ueber die Zusammenhaenge informiert. Die Moerder waren ganz normale Kriminelle , wie man sie ueberall findet. Die wahren Boesen, sind die, die sich an der Not anderer bereichern. Die fuehren auch Kriege und bereichern sich daran...Werner Mauss war nur deren Handlanger.
Geschrieben von Bernd Schlüter am 20. Oktober 2017 um 07:01 Uhr.

Antwort zu: Re: Tympanon, Supraporte oder ... geschrieben von Bernd Schlueter am 23. September 2017 um 15:50 Uhr.


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