Noch ein Rat

Seit ich in den franzoesischen Alpen einige dumme Eskapaden gemacht habe, gebe ich an dieser Stelle noch einen Rat, der ueberaus hilfreich sein kann, wenn man im Hochgebirge von einem Schneesturm ueberrascht wird, der auch im heissen Sommer hereinbrechen kann:
Ich nehme immer solch eine billige, zusammengeknaeulte Nylonjacke mit, die nichts wiegt, fast keinen Platz wegnimmt, nicht waermt, aber voellig windundurchlaessig ist. Dazu solch eine hauchduenne, metallisierte Thermodecke, die gerade mal 10 mal 5 mal 0,5 cm zusammengefaltet misst. Kostete bei Tedi 1 Euro.
Das Gefaehrlichste bei einem Wettersturz ist der Wind, der auch den waermsten Wollpullover durchdringt.
Der Notfall trat nie ein, ausser nach dem Ueberfall auf uns. Da war mein blutdurchtraenkter Pullover zu einem starren Ring getrocknet und hatte keine Schutzfunktion mehr, bis wir ihn wuschen und trockneten. Ich hatte mein knallrotes Nylonteil mit...Auch der noch nicht ganz trockene Pullover waermte dann, weil die Naesse am Verdunsten gehindert wird. Nach ca 2,2 Liter Blutverlust entwickelt man kaum noch Waerme.
In Nepal braucht Ihr zum Wandern nicht viel Ausruestung, man bekommt Hilfe. Nur einige wichtige Ratschlaege sollte man beachten, fuer den Notfall.
Geschrieben von Bernd Schlüter am 23. Mai 2016 um 10:07 Uhr.


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