Bernds Geschichte

Hi Bernd,

Deinem Einverstaendnis vorausgesetzt, will ich mal Deine Geschehnisse, die sich 1985 in Nepal ereignet haben, veroeffentlichen:

Zitat aus "http://ff.rapsinfo.de/messages/55616.html#followups":


Ich kann nur einen ueberaus deprimierenden Erfahrungsbericht zu dem Thema schreiben:
1985 besuchte ich zum zweiten Mal Nepal, zusammen mit meiner Freundin und wir gingen auf eine Wanderung. Unterwegs wurden wir von zwei Tamangs, Raubmoerdern, ueberfallen. Wir, unbewaffnet, ueberlebten schwer verletzt. Es war mir gelungen, das in meinem linken Auge steckende Ghurkamesser aus der Augenhoehle zu zerren, den Angreifer zu umklammern und im Nahkampf, zu dem Zeitpunkt blind, toedlich zu verletzen. Ich hatte vorher noch nie in meinem Leben gekaempft oder gar ein Messer besessen.
Ein Wunder. Ist noch vieles zu zu sagen. Ich war zu dem Zeitpunkt blind und spruehte zu allen Seiten mit meinem Blut, unter anderm hatte ich einen Schaedelbruch von der schweren Axt "Kora" davongetragen. Meine Freundin, erfahrene Unfallchirurgin, naehte mich zusammen, nachdem die nepalesische Reisegruppe, der wir vorausgeeilt waren, ein toedlicher Fehler, uns wieder eingeholt hatte.
Zurueckgekehrt nach Kathmandu wurden wir auf Veranlassung der deutschen Botschaft, wie man uns versicherte, ins Gefaengnis geworfen. Ueber einen indischen Gefaengnisarzt konnten wir Kontakt nach aussen knuepfen, und nach einigen Wochen durften wir uns wieder frei bewegen. Inzwischen wurden unsere Verwandten wegen Loesegeld angegangen, das meine Mutter, zum Glueck nur teilweise, nach Bonn ueberwies. Allerdings vergiftet, das bekam das Kanzleramt bald zu spueren. Jedenfalls, der Sonderagent Werner Mauss und seine Frau Ida weigerten sich , fuer den laecherlichen Betrag von 8000DM taetig zu werden, das Kanzleramt hatte 80.000 DM nur als Anzahlung gefordert. Druckmittel waren meine schweren Verletzungen, eine Nerven- und Sehnenoperation waeren dringend norwendig gewesen.
Mir war wegen dem ungeheuerlichen Verbrechen aus unserem Bonner Amte heraus meine Gesundheit schliesslich gleichgueltig, so bliess ich die Loesegeldzahlung ab, ehe mehr gezahlt wurde. Inzwischen hatte ich Kontakt zur russischen und dann zur franzoesischen Botschaft bekommen, die mir ihre Hilfe anboten und mich ueber die deutsche Seite aufklaerten, die dann schliesslich ueber das Schweizer Konsulat und mit amerikanischer Hilfe umgesetzt wurde. Der deutsche Botschafter setzte sich schliesslich schleunigst nach Deutschland ab. Der nepalesische Rechtsanwalt, den wir gegen die deutsche Botschaft eingesetzt hatten, besuchte mich spaeter in Deutschland.
Wir waren das erste Opfer der spaeteren Suedamerika-Mafia im Bundeskanzleramt, wie man uns spaeter erklaerte. Kanzleramtsminister war Wolfgang Schaeuble, damals noch ein junger Spund, Bernd Schmidtbauer Staatssekretaer und August Hanning Geheimdienstchef.
BND-Agenten sollten dafuer sorgen, dass wir Nepal nicht verlassen konnten, man nahm uns, statt Hilfe zu erhalten, unser Geld ab, weigerte sich natuerlich, uns einen Ersatzpass auszustellen und bedrohte uns, dass wir mit unserem Ableben in Deutschland rechnen sollten, wenn wir zur Presse gehen wuerden. Das sass, und wir bekamen von allen Seiten bestaetigt, dass es in der deutschen Regierung skrupellose Verbrecher gab. Tatsaechlich halfen uns aber insgeheim auch Mitarbeiter der Botschaft und des BND, die von den finsteren Absichten der spaeteren "Suedamerikaconnection" erfahren hatten.
Richtig glauben konnte ich das Ganze erst, als ich 1987 den Namen "Werner Mauss" im Zusammenhang mit dem Tode Uwe Barschels im Fernsehen hoerte und wie elektrisiert eiligst Barschels Frau Freya anrief, die mich aufklaerte.
Ich gehoere uebrigens dem Verband katholischer Studenten an, dem auch der damalige Kanzler angehoerte. 1972 traf ich ihn und seine Frau im "Malkasten" in Duesseldorf an und tanzte mit seiner Frau.
Da das Auswaertige Amt vornehmlich von Mitgliedern meiner Studentenverbindung geleitet wird, waren mir manche dort uebliche Praktiken nicht unbekannt. Auch in der Hitlerzeit hatte man sich schon einen entsprechenden Namen gemacht.
Soviel zu unserem diplomatischen Chor und seinen Auftraggebern im damaligen Kanzleramt und seinen "Sonderagenten".
Nicht nur die DDR kannte "Seilschaften".
Dein Bruder und Du sind nicht die einzigen Leidtragenden deutscher "Diplomatie", statt zu helfen, wurden wir noch von der Botschaft ausgeraubt, sodass wir schliesslich den Rueckflug bei Fremden zusammenbetteln mussten. Amerikanische Privatleute gaben uns das Geld.
Anderen ging es in Suedamerika ebenso. In einem Fall geriet die Mannschaft des Bundeskanzleramts an den Falschen, an Ullrich Schoene, der hatte die richtigen Beziehungen zu Presse und zum diplomatischen Chor. Mir waren die Haende gebunden, weil meine Freundin nicht mitzog, die Drohungen hatten gewirkt.
Durch Ullrich Schoene flog die Suedamerikaconnection auf. Siehe Spiegelberichte waehrend der gesamten 90er Jahre. Die Loesegeldmafiamitglieder sind noch bis in die juengste Zeit taetig, auch auf den Phillipinen war der gleiche Personenkreis taetig, in sehr aehnlicher Weise.
Die Aerzte, die mich anschliessend in Deutschland verpfuschten, waren eine einzige Katastrophe, ich bin heute behindert. Das kann auf den Philippinen nicht schlimmer sein.
Gluecklicherweise kann ich heute, bis auf einige Defekte, wieder sehen. Ohne aerztliche Hilfe.

Ich wuerde am liebsten, wie Du, dieses Land verlassen.
bernd

Zitat Ende:

...............................................


Bernd, falls Du mit der Veroeffentlichung Deines damaligen Postings nicht einverstanden sein solltest, so schreibe an den Forenbetreiber eine Nachricht, damit er diesen loescht.

Ich hoffe aber, dass ich Dir kuenftig die Zeit erspare, in jedem Posting, Teile Deiner Erlebnisse zu berichten.

Hast Du schon mal mit RTL2 Kontakt aufgenommen? Die machen aus solchen Erlebnissen eine Doku Soap, etwa wie mit den Geissens oder Frauentausch.

Manfred W.

Geschrieben von manfred w. am 18. Februar 2016 um 19:23 Uhr.


antworten    zurück zum Board




Antwort:

Name:  
E-Mail:

Überschrift:

Nachricht (min. 75 Zeichen):