Ingenieure ohne Grenzen

Ich bitte, meinen Artikel nicht als Aufforderung zu verstehen, blind an irgendeine unbekannte Organisation zu spenden, ich selbst kenne "Ingenieure ohne Grenzen" nicht. Aber hier werden wichtige Probleme angesprochen, die den Aufbau verhindern und auch die Bilder geben Aufschluss:

http://www.ingenieure-ohne-grenzen.org/de/Projekte/Nepal-Wiederaufbau/Langfristige-Hilfe-fuer-Nepal

Kennt jemand diese Organisation? Ich leider nicht.
Wie auf der Webseite dargestellt, ist Geld genug da, aber Geld kann man nicht essen und auch keine Haeuser daraus bauen. Holz, der wichtigste Baustoff fuer Nepal, soll aus der Region entnommen werden. Also, jahrzehntelanger Aufbau bei der Anpflanzung von Waeldern ist damit wieder dahin, mit weiteren zukuenftigen Erdbebenfolgen. Wald gibt es im Terai, wo auch die indischstaemmigen Bewohner leben und auch Holz nicht gerne herausgeben. Schliesslich hat die Goettin das Erdbeben geschickt und diese Hilfe aus der Goetterwelt wird fuer politische Ziele missbraucht.
Baumaterialien muessen also aus dem Ausland importiert werden. China, das helfen koennte und nach Kraeften versucht, ist leider zu weit. Dabei ist die Gelegenheit guenstig, darueber nachzudenken, wie man zukuenftig erdbebensicherer baut und fuer die Versorgung mit Baustoffen sorgt. Eine logistische Aufgabe.
Holz wird gerade jetzt so teuer sein wie noch nie, dazu die Brennstoffknappheit, die China alleine nicht beseitigen kann.

Ingenieure ohne Grenzen sprechen hier den wichtigsten Punkt an, waehrend China sich jeder Propaganda enthaelt, aber liefert.
Nein, nicht nur, um imperialistische Ziele durchzusetzen. Politischer Einfluss wird im Moment mehr von der indischen Seite verfolgt. Ein Trauerspiel. In der ferneren Vergangenheit nutzte man auch in Indien Notlagen schamlos aus und liess zur Durchsetzung politischer Ziele ganze Bevoelkerungsteile verhungern. Insbesondere Gandhi kaempfte als Hindu fuer den Ausgleich der Religionen , wie auch Indira aus der Nehru-Familie innerhalb der Kongress-Partei. Beide wurden durch Nationalisten ermordet und die hinduistischen Nationalisten sind in Indien wieder im Vormarsch.
Wir koennen nur hoffen, dass diese bedrohliche Entwicklung nicht auch auf Nepal uebergreift und die Errungenschaften des Widerstandskampfes zunichte macht.

Das Erdbeben ist somit auch, angeblich von den Goettinnen geschickt, ein politisches Problem und wir sollten uns fragen, wo man effektiv helfen kann. Mit Geld geht es bisher nicht, das sollten wir uns klar vor Augen fuehren. Das fuehrt nur zur Verteuerung der fehlenden Baustoffe und Lebensmittel, so lange die Blockade besteht. Die Grenzen nach China sind fuer Hilfe offen, aber die Entfernungen allzu weit. Bis Tibet gibt es wenigstens eine Eisenbahn.
Deshalb noch einmal die Frage: kennt jemand die Zuverlaessigkeit der genannten Organisation?
Kann man den Brenn-und Baustofftransport aus China foerdern?

Geschrieben von Bernd Schlueter am 21. Januar 2016 um 06:32 Uhr.


antworten    zurück zum Board




Antwort:

Name:  
E-Mail:

Überschrift:

Nachricht (min. 75 Zeichen):