Gestern zurueckgekommen - Bericht

Wir sind gestern frueh von einer dreiwoechigen Nepalreise zurueckgekommen. Die Sprit- und Gasknappheit ist deutlich spuerbar, was ja auch schon andere Boardschreiber berichtet haben.
Fuer ein Taxi vom Flughafen nach Boudha (unsere Basisstation in KTM) haben wir 1200 Rs bzw. 1500 Rs bezahlt. Fahrten zwischen Boudha und Thamel waren zwischen 800 und 1000 Rs, wobei wir bewusst auf "harte Verhandlungen" verzichtet haben. Fuer ein Taxi von Birethanti/Nayapul nach Pokhara Lakeside haben wir 3000 Rs bezahlt, wobei der Taxifahrer noch seine kranke Ehefrau mitgenommen hat, die ins Krankenhaus nach PKR musste (womit wir gerne einverstanden waren).
Sprit kostet auf dem Schwarzmarkz laut Aussagen der Nepali zwischen 500 und 800 Rs/ Liter (normal wohl um 105 Rs)und ist mit Oel gestreckt, was fuer die Motoren nicht gut ist. Durch die Stadt ziehen sich kilometerlange Warteschlangen an den Tankstellen, wobei ein Warteplatz in der Schlange keine Garantie dafuer bietet, auch Sprit zu bekommen. Mindestwartezeit: 24 Std.

Zum Gas: wir haben sowohl in KTM als auch in Pokhara nicht gefragt, ob es einen freien Tisch gibt, sondern, ob wir dort ueberhaupt etwas zu Essen bekommen koennen. Es gibt vielfach nur begrenztes Speisenangebot (Chowmein, Dal Bhat und Momos waren eigentlich immer verfuegbar). Mal wurden wir darauf hingewiesen, dass es laenger dauert, weil man mit Holz kochen muss, mal konnten wir keine Spaghetti bestellen, weil sie zu lange dauern (Chowmein-Nudeln sind schneller gar!). Ja, es waren viele Restaurants geschlossen, wobei das aber vor allem mit Dashain zusammenhing, denn es waren auch viele Geschaefte geschlossen. Am Montag (unserem Abreisetag) hatten wieder mehr Restaurants geoeffnet. (Sonntag war letzter Tag Dashain).
Beim Trek im Kali Gandaki-Tal war fuer uns keine Knappheit spuerbar (was nicht heisst, dass es dort keine Knappheit gibt). Zwischen Jomsom und Muktinath waren etliche Fahrzeuge unterwegs, teilweise nur halb mit Fahrgaesten befuellt. Die Lodges konnten uns immer unsere erste Wahl zubereiten (wobei wir meist Nudeln oder Dal Bhat bestellt haben).
Ob Du fliegen sollst oder nicht, kannst nur Du entscheiden. Es kommt sicher darauf an, was Du machen moechtest. Du kennst Dich gut im Land aus, das ist ein grosser Vorteil. Wie stark Du Deine Plaene an die Situation anpassen musst, haengt auch von deinem Reisebudget ab. Wenn Du nicht viel Taxi fahren musst, oder Dir hoehere Preise leisten kannst, hast Du weniger Beeintraechtigungen und musst weniger zu Fuss gehen. Durch die Stadt kommt man erheblich schneller, da es wenig Verkehr gibt. Wir sind ohne Schwierigkeiten mit Tourist Bus von KTM nach PKR und zurueck gekommen. Auch unser Flug nach Jomsom war planmaessig. Allerdings wurden bei der Hinfahrt und auch bei unserem Inlandsflug Passagiere von verschiedenen nicht ausgebuchten Bus- und Fluggesellschaften zusammengepackt, um die Kapazitaeten besser zu nutzen. Wer aus finanziellen Gruenden auf Local Bus-Transporte setzt, muss mit Schwierigkeiten rechnen. Die Busse sind erheblich ueberfuellt (unbequem, zeitlich schwer kalkulierbar und Risiko bei Unfaellen), und wir haben viele Menschen am Strassenrand auf eine Mitfahrgelegenheit warten sehen.
Wir hatten nicht das Gefuehl, den Menschen etwas wegzuessen/wegzunehmen. Vielmehr sind sie froh ueber jeden Touristen, der ein bisschen Geld ins Land bringt.

Geschrieben von Sigrid am 28. Oktober 2015 um 20:38 Uhr.

Antwort zu: Wie ist die Situation ohne Gas? geschrieben von Juergen am 28. Oktober 2015 um 13:34 Uhr.


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