Auswirkungen der Blockade noch weiterhin spuerbar ...


Liebe Nepalfreunde,

der Warenverkehr und die Transporte von Benzin und Kerosin
an der nepalisch-indischen Grenze findet zwar mittlerweile
teilweise statt, offenbar jedoch noch immer nicht im normalen
Umfang. Der nepalische Aussenminister ist z. Zt. fuer einen
dreitaetigen Besuch in Delhi und hat mit Premierminister Modi
und dem indische Aussenminister ueber die Situation gesprochen.
Von indischer Seite wird gesagt, es gaebe keine von Indien
verursachte Blockade. Im gleichen Atemzug sagt Modi freundlich
laechelnd, Nepal solle seine Angelegenheiten in Sued Nepal in
Ordnung bringen.

Das erscheint alles sehr scheinheilig!

I Nepal, insbesondere in Kathmandu, besteht nach wie vor
Mangelversorgung. Nepal versucht nun Kerosin aus China
geliefert zu bekommen. Viele Menschen sind bei der Erledigung
ihrer taeglichen Angelegenheiten stark eingeschraenkt - die
Auswirkungen der Blockade weiterhin deutlich spuerbar. Dies
sind jedenfalls die Informationen, die ich taeglich von ver-
schiedenen Seiten in Nepal mitgeteilt bekomme.

Die Situation ist nicht hochdramatisch, aber
dennoch in vielen Bereichen einschraenkend.

In einigen Tagen geht das Dasain Fest zu Ende. Wenn dann
der normale Arbeitsalltag beginnt, wird die Problematik
moeglicherweise noch deutlicher, sofern sich der Verkehrs-
fluss nicht wirklich normalisiert.

--

Ein Hinweis noch an Reisende, insbesondere Allein-
reisende, die derzeit in Nepal unterwegs sind:

Die ohnehin nicht leichte Lebenssituation vieler Nepalis
hat sich in diesem Jahr durch all die Ereignisse (Erdbeben
etc.) noch weiter erschwert. Es gibt zwar meines Wissens
bisher keine direkten Anzeichen dafuer, aber man muss damit
rechnen, dass dadurch auch die Kriminalitaetsrate ansteigen
wird. Menschen, die in Not sind, begehen vielleicht
kriminelle Handlungen, die sie unter normalen Umstaenden
vielleicht nicht begehen wuerden. Reisende sollten daher
noch achtsamer sein, dass ihnen nichts passiert und sie
nicht auf irgendwelche Tricks hereinfallen oder bestohlen
werden. Es geht nicht darum, Vorurteile zu entwickeln,
sondern um die Bewusstwerdung, dass man als reisende Person
unter diesen Umstaenden noch eher zum Ziel krimineller
Handlungen werden kann. Wie in der ganzen Welt gibt es
auch in Nepal Menschen, die es nicht gut mit einem meinen.
Darueber muss man sich im Klaren sein.

Mit besten Wuenschen
Andreas

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www.yakyeti.de
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Geschrieben von Andreas Khanal am 20. Oktober 2015 um 13:36 Uhr.


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