Risikoabschaetzung

Todeszahlen in Touristengebiete werden gerne nach unten korrigiert, oft ganz verschwiegen oder, wie hier im Forum, gerne ganz abgeleugnet.
"Es ist noch nie einem deutschen Touristen etwas passiert", versicherte mir Herr Green von der deutschen Botschaft, bevor wir unseren verhaengnisvollen Trekk durch Helambu antraten.
Eine glatte Luege, wie ich nachher erfuhr. Im gleichen Jahr hatte es dort eine Vielzahl von Morden an Touristen, auch Deutschen, gegeben. Die nepalesische Polizei fuehrt intern eine Statistik.
Trotzdem, bitte dieses nicht ueberbewerten.
Gebt einmal in google "Schweiz Bergtote" ein. Dann seht Ihr, dass auch die Schweiz nicht ohne Gefahren ist.
Seht Ihr genauer hin, seht Ihr auch, dass sich viele Berichte widersprechen, man korrigiert gerne Opferzahlen nach unten.
Die Statistik fuer Nepal wird mit gutem Grund ueberhaupt nicht veroeffentlicht. Reinhold Messmer ist nepalerfahren und hat in einer seiner Sendungen darauf hingewiesen, was in Nepal wirklich los ist.
Auf jeden Fall kommen weitaus mehr Trekking-Touristen durch Bergunfaelle um als durch Ueberfaelle, die man nicht ueberbewerten sollte.
Bergunfaelle, das sind in erster Linie Krankheit, darunter Bluvergiftung nach unscheinbaren Verletzungen, Erdrutsche, Steinschlag. Wer alleine wandert, traegt insbesondere in Nepal ein vielfach hoeheres Risiko.
In absoluten Zahlen sind die wirklichen Opferzahlen in der Schweiz und in Nepal vergleichbar. Die Schweiz hat aber viel mehr Touristen. Die Wanderwege in der Schweiz sind meist schwieriger.
Die Starkregenzeit ist in Nepal vorbei. Insofern duerfte Nepal wieder "sicher" sein.
Geschrieben von Bernd Schlueter am 22. September 2015 um 04:04 Uhr.

Antwort zu: Erdbeben - Rucksackreisen wieder moeglich? geschrieben von Silke und René am 20. September 2015 um 08:46 Uhr.


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