Unterstuetzung fuer 14-jaehrigen Schueler


Lieber Matthias,

Privatschulen koennen Schueler ablehnen, das ist
auch hier in Europa nicht anders. Und in staatlichen
Schulen wird auch keine zwingende Verpflichtung bestehen.

Die Schulen werden nicht grundlos abgelehnt haben. Es
ist wohl anzunehmen, dass der erhebliche Altersunterschied
zwischen dem 14-jaehrigen Jungen und den Klassenkameraden
einer 5. Klasse als zu gravierend angesehen wird.

Wahrscheinlich wird nichts anderes uebrig bleiben, als
Schule fuer Schule abzuklappern und fuer den Jungen zu
werben. Man muss das mit Einfuehlungsvermoegen und Ver-
staendnis tun. Es hat keinen Zweck zu fordern oder zu
'betteln'. Man muss eine Schulleitung finden, mit der
man das Problem des Jungen sachlich eroertert und die
man dafuer gewinnt, ihm zu helfen. Das wird nicht so
einfach sein, aber es sollte schon irgendeinen Weg
geben.

Besser waere es, wenn Du oder falls nicht moeglich, eine
europaeische erwachsene Person mitgeht und sich fuer den
Jungen einsetzt. Es sollte auch klar werden, dass der
Junge von irgendeiner Seite gesponsert, dass fuer die
entstehenden Kosten gesorgt wird. Die Schulen finanzieren
sich durch Schulbeitraege und sind darauf angewiesen,
dass diese bezahlt werden.

Ich wuerde nicht die Korruption unterstuetzen und
jemandem persoenlich Geld in die Hand druecken, damit
die Sache klappt. Die Korruption ist eines der Haupt-
Probleme im Land. Aber man kann im Gespraech erfragen,
woran es der Schule mangelt oder ob vielleicht not-
wendige Reparaturen anstehen. Vielleicht besteht die
Moeglichkeit der Schule projektbezogen durch Spenden-
Aktionen zu helfen. Es sollte klar werden, dass der
Junge Unterstuetzer hat und dass dann auch Interesse
besteht, hier und da die Schule zu unterstuetzen. Es
sollten keine zu grossen Hoffnungen geweckt, aber
vielleicht aufgezeigt werden, dass ernsthaftes
Interesse besteht, zu helfen.

Es stets besser, nicht nach dem
Giesskannenprinzip sondern ganz
gezielt, ganz konkret zu helfen

Wer in Nepal keine Unterstuetzer hat, ist leider
- im wahrsten Sinne des Wortes - oft arm dran.

Vielleicht finden sich hier im Nepalboard Leute,
die mithelfen moechten, dem Jungen zu helfen?!

Viel Erfolg!

Mit besten Wuenschen
Andreas

--------------
www.yakyeti.de
--------------

P.S.: Solltest du bis September niemanden gefunden
haben, der mit dem Jungen zusammen Schulen aufsucht,
kann ich versuchen, eine geeignete Person zu ver-
mitteln. Da diese erst ab Mitte September in Pokhara
sein wird, geht das leider nicht frueher. Ich kann
allerdings nicht zusagen, dass diese Person das
macht, ohne sie gefragt zu haben! Das muesste ich
erst noch tun.


Geschrieben von Andreas Khanal am 29. Juni 2015 um 16:53 Uhr.

Antwort zu: SCHULE in Nepal. geschrieben von Matthias am 28. Juni 2015 um 12:22 Uhr.


antworten    zurück zum Board




Antwort:

Name:  
E-Mail:

Überschrift:

Nachricht (min. 75 Zeichen):