Keine Panik

Mein Rat, den Urlaub nicht abzubrechen, wenn man sich in einem relativ sicheren Gebiet befindet, soll nicht bedeuten, dass man nun noch nach Nepal fliegen sollte, um das Chaos noch zu verstaerken. Wer helfen kann, hilft und wir sind in Nepal auf sehr viele deutsche Aerzte getroffen, die auch uns geholfen haben. Die meisten Aerzte kommen jedoch aus dem nahen Indien. Der Hauptmangel wird also an medizinischem Material und Einrichtungen bestehen, das war damals auch so. Das Bir-Krankenhaus hat immer akuten Mangel und organisiert auch Versorgung auf dem Land. Wer es schafft , Material beispielsweise als Privatgepaeck direkt dorthin zu bringen, kann sicher sein, dass er effektiv hilft. Es ist immerhin vom Flugplatz aus erreichbar, wo sich die eigentlich dringend benoetigten Hilfsmittel stapeln oder gar in falsche Kanaele gelangen.
http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_hospitals_in_Nepal
Auch mit Geld kann man zu diesem Zeitpunkt wenig anfangen, es gilt, die Notlage zu organisieren und bei der nepalesischen Hilfsbereitschaft, die wir damals erlebt haben, spielt Geld, ausser damals bei deutschen offiziellen Vertretern und einigen korrupten Beamten, keine Rolle.
Naturereignisse werden in Nepal gerne als goettliche Strafe angesehen. Das laehmt die Einsatzbereitschaft.
Auch, wenn es scheinbar wenig effektiv ist, als Urlauber Einsatzbereitschaft zu zeigen, kann helfen, die entstandene Lethargie aufzubrechen. Nur bitte nicht die letzten vorhandenen Resourcen unnoetig beanspruchen und das restliche Kommunikationsnetz unnoetig belasten.
Wer am Everest ueberlebt hat, ist nicht mehr in akuter Gefahr und sollte nicht die wenigen Hubschrauber mit Geld von wichtigeren Aufgaben abhalten.


Geschrieben von Bernd Schlueter am 29. April 2015 um 11:45 Uhr.

Antwort zu: Prof.Dr.Schlueter geschrieben von theo mohr am 28. April 2015 um 09:21 Uhr.


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