Re: nur Probleme - kein plan

Hallo Shanti,

ich denke, oeffentlich wird sich niemand zu solchen negativen Erfahrungen detailliert aeussern wollen. Aber ja, ich kenne einen Fall, in dem ein Nepalese sich hier in Deutschland abgesetzt hat, also untergetaucht ist. Und er gehoerte noch nicht einmal zur Risikogruppe (alleinstehende Maenner), sondern hat eine Frau und ein Kind zu Hause (die er nun wohl regelmaessig finanziell unterstuetzt. Und ja, wenn das passiert bedeutet das jede Menge Aerger fuer denjenigen, der ihn eingeladen hat. Richtig "schlimm" wird es natuerlich erst, wenn er von der Polizei geschnappt wird (dann fallen die Abschiebekosten an), oder er zum Beispiel schwer krank wird – Du bist dann voll in der Haftung und zwar potentiell mit Deinem gesamten Vermoegen. Aber auch dies, ist es aergerlich genug, wenn er abtaucht und dann beispielsweise zur Fahndung ausgeschrieben wird oder aehnliches. Auch Deine Chancen, danach jemanden anderen einladen zu koennen, duerften sehr gering sein.

Ich selbst habe mich auch oft genug ueber die Botschaft geaergert. Ganz ohne Zweifel gibt es dafuer auch immer wieder Grund. Aber: Es sind keine Unmenschen die dort arbeiten. Es gibt Gruende, warum man so strikt ist, was die Visumsvergabe angeht, und das sind die schlechten Erfahrungen. Und jeder, der einmal in Nepal war, wird wissen, wie gross der Drang ins Ausland ist. Wie schnell wird man angesprochen, ob man nicht ein Visum "organisieren" koennte – und zwar nicht fuer einen touristischen Besuch, sondern eben um im Ausland zu arbeiten. Viele Nepalis schuften fuer 100 Euro/Monat in den Golfstaaten. Klar ist Europa da das gelobte Land, auch wenn man als "Illegaler" vielleicht nur den fuer uns geringen Betrag von 200 oder 300 Euro/Monat nach Hause schicken kann. Angesichts der nach wie vor schwierigen Lage des Landes, kann man es den Nepalis vielleicht auch gar nicht so sehr veruebeln, wenn sie fuer eine vermeintlich bessere Zukunft bereit sind, den Schritt in die Illegalitaet zu gehen. Dennoch: Mich dem Risiko aussetzen, an so etwas beteiligt zu sein, das wuerde ich nie. Zudem: Jeder, der hier abtaucht, macht es fuer ehrliche Nepalis, die Freunde in Deutschland besuchen wollen, hier studieren wollen oder aehnliches, nur noch schwerer!

Viele Gruesse
Peter

> ne lisa es ist bestimmt nicht mein plan, schwierigkeiten zu haben ..... aber egal.

> hier laeuft immer nur die diskussion, dass es unfair ist kein visum zu bekommen usw.

> ich hab mir einfach nur angefangen zu ueberlegen, was den wirklich fuer mich passiert, wenn der ernstfall eintritt.

> jeder der schon mal versucht hat jemanden einzuladen, weiss was fuer ein kampf das ist. man ist voellig davon uebezeugt, dass der supergau den einem die botschaft unterstellt ,niemals eintreten wuerde und kaempft wie ein loewe fuer das visum.
> fakt ist aber, dass die botschaften einfach gewisse erfahrungswerte haben. (punkt)

> ich habe einfach mal versucht, dass nuechtern und realistisch zu sehen und voellig unemotional fuer mich zu bewerten.

> es wird immer davon geredet, das sich besucher aus nepal absetzen - ich habe noch niemand kennen gelernt dem das wirklich passiert ist.

> waere einfach mal interessant ob es das wirklich gibt ( was ich ja eigentlich nicht bezweifel) und was dann passiert ist.


>
> > Hallo Shanti,

> > so wie Du schreibst, scheint es ja schon eine abgemachte Sache zu sein, dass Dein Besuch untertauchen moechte.
> > Bitte.......vielleicht solltet Ihr einfach diese Erfahrung machen ;-)

> > Ich wuerde mir an Deiner Stelle gut ueberlegen, ob Du einen solchen "Freundschaftsdienst" wirklich leisten willst. Dein Freund wird hier jedenfalls lange auf Deine Hilfe angewiesen sein: Essen, Schlafen, „Schwarzarbeit“....
> > Ausserdem hat er mit einem Leben „ohne Papiere“ keine Rechte.
> > In meinen Augen ist auch jemand, der wissentlich und geplant einen anderen in Schwierigkeiten bringt, kein „Freund“ !!!!!!!!!!!!

> > Was die Einladung und Besuche von Nepalesen bei Forumschreibern betrifft, so denke ich, dass man sich nie 100 prozentig sicher sein soll aber sobald ein Zweifel besteht wuerde ich keine Einladung aussprechen.
> > Man muss auch die Hintergruende sehen: Oftmals wird ein Reiseleiter eingeladen, der endlich mal die Chance hat das Land zu bereisen, aus dem er seit Jahren Touristen in Nepal herumfuehrt. Oder es sind langjaehrige "Vertrauenspersonen", die ein Nepalesisch-Deutsches Hilfsprojekt betreuen etc.

> > Bevor Ihr Euren Plan wirklich umsetzt und Du Dir nicht ueber Konsequenzen klar bist, wuerde ich zum Beispiel einen Anwalt befragen.

> > Bei www.frag-einen-Anwalt.de kannst Du fuer ca 40 oder 50 Euro Deine Fragen beantwortet bekommen. Oder eine Telefonberatung fuer ca 2 Euro pro Minute. Besser kann man sein Geld nicht investieren.


Geschrieben von Peter am 14. Mai 2012 um 17:52 Uhr.

Antwort zu: Re: nur Probleme - kein plan geschrieben von shanti am 14. Mai 2012 um 16:10 Uhr.


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