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Unruhen nach 16. Selbstverbrennung eines Tibeters
In der chinesischen Provinz Sichuan ist es erneut zu einer Selbstverbrennung eines tibetischen Moenchs gekommen. Offenbar brachen danach Unruhen in dem Ort Aba aus. Die Tibeter wehren sich gegen die Herrschaft der Chinesen.
Karte: Tibet, Provinz und historisches Gebiet

Eine neue Selbstverbrennung eines Tibeters hat in Suedwestchina zu Zusammenstoessen zwischen Tibetern und chinesischen Sicherheitskraeften gefuehrt.

Die neuste Selbstverbrennung sei am Samstag in Aba (tibetisch Ngaba) in der Provinz Sichuan passiert, berichtete die internationale Aktionsgruppe Free Tibet in London. Es ist unklar, ob der Tibeter dabei ums Leben gekommen ist. Anschliessend sei es zu Protesten oertlicher Tibetern und auch Moenchen aus dem Kloster Kirti gekommen.

Angeblich Schuesse der Sicherheitskraefte
Chinesische Sicherheitskraefte haetten mindestens eine Frau niedergeschossen, so Free Tibet weiter. Es gebe unbestaetigte Berichte, dass «viele Menschen» von Kugeln getroffen worden seien. Augenzeugen haetten die Situation als «furchterregend» beschrieben.

Die Sicherheitskraefte haetten offenbar auch Gas gegen die Tibeter eingesetzt. Zahlreiche Menschen seien festgenommen worden. «Nach unserer Kenntnis dauert die Situation noch an und die Menschen in Ngaba sind entsetzt», sagte Stephanie Brigden von Free Tibet.

Tibetischer Unruheherd in Sichuan
Die chinesische Regierung hat laut Free Tibet seit Monaten viele Sicherheitskraefte in der Stadt stationiert. Es gebe Sorgen, dass die Zahl der Opfer noch steigen koennte.

Wie Free Tibet weiter berichtete, war es bereits der 16. Tibeter, der sich seit Maerz 2011 aus Protest gegen die chinesische Herrschaft ueber das tibetische Volk mit Benzin uebergossen und angezuendet hat.

Elf der 16 Moenche und Nonnen, die sich selber verbrannten, stammten laut Free Tibet aus dem Ort Ngaba. Inklusive dem neusten Fall haetten sich damit allein innert einer Woche vier Tibeter aus Protest gegen die chinesischen Herrscher angezuendet. (pet, dpa)

Geschrieben von Sigrid Rohrer am 14. Januar 2012 um 19:17 Uhr.


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