Re: Zum Waffenstillstand in Nepal / Persoenliche Anmerkungen

> Liebe Nepalfreunde,vielen dank für Eurere Hinweise, ich hoffe auch, dass alles auf einen guten Weg führt, nur eine wichtige Bemerkung: ich selbst glaube nicht, dass während der "Waffenruhe" die Abzokkerei" auf den Wanderwegen aufhört, bitte meldet euch in nächster Zeit, wer da oben langgeht, wenn nicht abgzockt wird, wäre das ein starkes Indiz, dass die maos auch auf diese Einnahme zumindest jetzt verzichten, wenn sie weiter wie bisher die Touristen abkassieren, dann ist das alles mehr oder weniger ein großes blablabla der Maos.
Ich wünsche, es ändert sich was
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> Liebe Nepalfreunde,

> der durch die Maoisten ausgerufene - bisher 'einseitige' - Waffenstillstand ist ein Signal, das Hoffnungen weckt.

> Ob Nepal davon langfristig profitieren wird, ist eine offene Frage.

> Unter der Gesamtsituation betrachtet, muss man wohl ueber jeden noch so kleinen Schritt in eine positive Richtung froh sein. Dennoch reicht meiner Meinung nach diese Nachricht derzeit nur zu vorsichtigem, leider gedaempftem Optimismus.

> Warum?

> In den vergangenen Jahren hat es sich so eingespielt, dass es im Herbst ueber die Zeit des Dasein Festes und einiger darauf folgender Feiertage zu Kampfpausen gekommen ist. Diese Pausen haben sich ueber ca. 4 bis 6 Wochen erstreckt. Auch in diesem Jahr waere mit einer solchen Pause zu rechnen gewesen. Die Maoisten haben mit der Zeit ohnehin in breiten Teilen der Bevoelkerung Rueckhalt und Sympathie verloren. Ich erinnere an sinnlose Kampfhandlungen und Busattentate, die vollkommen sinnlos waren und im Besonderen die Zivilbevoelkerung getroffen haben.
> Das Volk hat durch diesen schon viel zu lange dauernden Konflikt sehr zu leiden. Wer dann noch die Ruhe der Festlichkeiten und hoechsten Feiertage stoert, nimmt dem Volk noch das Letzte, was ihm geblieben ist. Das waere fuer viele Menschen unverzeilich.

> So gesehen ist der Zeitpunkt fuer einen Waffenstillstand recht guenstig gewaehlt. Eine Kampfpause waere ja wahrscheinlich sowieso gekommen.
> Die Maoisten haben ausserdem immer wieder diese Ruhephasen genutzt, um ihre Kraefte zu sammeln und sich neu zu formieren. Ein offiziell ausgerufener Waffenstillstand bekraeftigt zudem den angeblichen Friedenswillen und es werden dadurch in der Bevoelkerung wieder Pluspunkte gesammelt.

> Ein zeitlich befristeter Waffenstillstand besagt ja nicht, dass die Maoisten der Gewalt abgeschworen und die Waffen niedergelegt haetten.

> Das gegenseitige Misstrauen zwischen den Maoisten, den demokratischen Parteien und dem Koenig mit seiner Staatsmacht ist sicherlich immer noch sehr gross und scheint nach wie vor kaum ueberwindbar zu sein.

> Ein wirklicher Friedensprozess kommt nur dann in Gang, wenn alle Beteiligten bereit sind, ueber ihren eigenen Schatten zu springen, in ihren Forderungen nachzugeben und den anderen gegenueber erhebliche Zugestaendnisse zu machen.

> Von Koenigsseite ist nicht allzuviel zu erwarten. Er scheint ja davon ueberzeugt zu sein, die Maoisten binnen drei Jahren so stark zu zerschlagen, dass das Land wieder in die Demokratie gefuehrt werden kann (wenn das nur ernst gemeint sein ist - wer weiss?!). Wer vom Erreichen seines Ziels ueberzeugt ist (und das ist der Koenig ganz gewiss!), wird nicht so sehr viele Zugestaendnisse machen. Und der Alltag in Kathmandu zeigt ja auch, dass selbst mit den demokratischen Kraeften bei Demonstrationen etc., nicht gerade zimperlich umgegangen wird.

> Bisher ist offenbar auch noch keine offizielle Reaktion durch den Koenig oder seine Staatsmacht veroeffentlicht worden.

> Der Koenig hat fuer den jetzigen Zeitpunkt seine UN-Reise, die uebrigens auch einen Aufenthalt in Deutschland beinhaltet haette, abgesagt. Er muss sich nun mit dem Angebot der Maoisten auseinandersetzen und Position beziehen. Wir duerfen alle gespannt sein!

> Sollte der Koenig dem Waffenstillstand eine Absage erteilen - z.B. weil damit fuer ihn unannehmbare Bedingungen geknuepft sind - so waere die ganze Sache schon wieder fast hinfaellig.

> Ein neuer Aspekt ist allerdings, dass die Maoisten die Bereitschaft, die UN einzubeziehen, signaliesiert haben - soweit ich weiss, erstmalig!
> Ob dies aus taktischen Gruenden erfolgt ist oder ob sie vielleicht ahnen, dass sie ihren Kampf alleine und mit Gewalt nicht gewinnen koennen und nun bereit sind auf Kopromissloesungen zuzusteuern - das ist sicher fuer den Moment schwer einzuschaetzen.

> Da die UN gerne bereit ist, zu vermitteln und mit den Kontrahenten gemeinsam nach Friedensloesungen zu suchen, kann der Koenig dies natuerlich nicht einfach ignorieren. Zumal er von der Unterstuetzung bzw. Duldung von Indien, Pakistan, China, Grossbritanien, USA etc., abhaengig ist.

> Sicher ist die Haltung, der politische Wille und die Durchsetzungskraft der UN und der besagten Laender nun sehr entscheidend, ob der Zug in Nepal in die richtige Richtung faehrt oder das Kartenhaus, das vielleicht gerade aufgebaut wird, wieder zusammenbricht.

> Man kann dem Land nur die notwendige Aufrichtigkeit wuenschen, um in einen friedlichen Weg wieder zurueck zu finden. Nur wer wirklich Frieden will, wird ihn auch erlangen koennen.

> Hoffen wir mal das Beste fuer Nepal und seine Menschen.

> Mit herzlichem Gruss
> Andreas

> ---

>

>

Abgeschickt von Mount Kala Pattar, am 07. September 2005 um 12:47 Uhr.

Antwort zu: Zum Waffenstillstand in Nepal / Persoenliche Anmerkungen geschrieben von Andreas Khanal am 06. September 2005 um 17:26 Uhr.


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