Nepal für Traveller
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Die Religion von Nepal

Nepal ist der einzige Staat der Welt, der den Hinduismus in seiner Konstitution verankert hat, und es weist den prozentualen höchsten Hindu-Anteil an der Gesamtbevölkerung auf, einen noch höheren als im benachbarten Indien. So sind 89,5 % Hindus, 5,3 % Buddhisten und 2,7 % Moslems. Der Rest von 2,5 % setzt sich aus Christen, Animisten u.a. zusammen.
Als heiliges Tier in Nepal gilt die Kuh. Man sollte diese daher nie berühren, geschweige denn verjagen. Deshalb haben die Kühe auch absolute Freiheiten auf den Straßen.
In Nepal wird die gesellschaftliche Kasten-Struktur noch äußerst ernst genommen, allerdings bekommt man als Tourist nicht allzuviel davon zu spüren.
Wir selbst erlebten zwei der zahlreichen Hindu-Feste. Eines davon war das "Shivratri"-Fest, die Nacht des Shiva. Dies ist der Geburtstag Shivas, zu dem alle Hindus zu ihren Tempeln pilgern (besonders nach Pashupatinath in Kathmandu) um sich dort den Tika-Punkt als Zeichen des Tempelganges auf die Stirn zu malen. Während dessen werden unmengen von Müll, Autoreifen und andere brennbare Artikel auf den Straßen verbrannt, was wiederum viel Anklang bei den Nepalis findet. Allerdings sollte man sich dieses Fest nicht als europäisches Fest vorstellen, sondern eher als religiöse Zeremonie.
Zudem hatten wir noch die Gelegenheit den Frühlingsanfang in Form eines prächtigen Farbenspektakels zu erleben. Dabei werden besonders gerne ahnungslose Touristen von den Einheimischen mit Farb- und Wasserbeuteln beschmissen, was zu einer regelrechten Wasserschlacht ausarten kann.




Essen und Trinken

Das wohl am häufigsten angebotene nepalische Gericht ist Dal Bath. Dieses Gericht hat den Vorteil, daß man soviel Nachschlag bekommt wie man will. Es besteht aus pürrierten Linsen, Gemüse und natürlich sehr viel Reis. Wie man an diesem Menü schon sieht, beschränkt sich die nepalesische Küche vorwiegend auf Reis und Gemüse, also fleischlose Gerichte. Aus diesem Grunde sind Fleischprodukte mit äußerster Vorsicht zu genießen. In den Touristenzentren von Kathmandu und Pokhara gibt es einige Restaurants, die mit ihren großen und billigen Steaks werben, welche aber nicht das Wohlbefinden des Genießers fördern. Bei der Auswahl von Getränken ist immer darauf zu achten, daß die Flaschen noch verschlossen sind und das Haltbarkeitsdatum noch nicht überschritten wurde. Offenes Wasser sollte man lieber wegen anschließenden Magenbeschwerden nicht zu sich nehmen. Bier ist in Nepal gegenüber den anderen Getränken überdurchschnittlich teuer, Preise von bis zu ca. 2 Euro sind keine Seltenheit. Besonders an abgelegenen Ortschaften muß man unbedingt darauf achten, daß die Produkte nicht schon tagelang in der Sonne lagen oder hinter irgendeiner Ladentheke verstaubten. Der Verzehr an Straßenständen sollte vermieden werden, da das Fett in den schmutzigen Pfannen schon einige Wochen alt sein könnte. Im Allgemeinen ist der hygienische Zustand in den nepalischen Küchen nicht unbedingt der beste. Man kann davon ausgehen, daß wenn die Toilette sehr sauber ist, so ist auch die Küche sauber, wenn nicht, sollte man lieber in eine andere der zahlreichen Gaststätten wechseln. Man findet überall Karten mit europäischen Gerichten von Rumpsteak bis Pizza, das heißt allerdings noch lange nicht, daß es auch so europäisch schmeckt! Generell haben wir am eigenen Leibe festgestellt, daß das Essen in den Bergen weitaus weniger Keime enthält als in den Ballungszentren, doch trotzdem ist es an vielen Orten gut genießbar.



Verhaltensregeln

Die ganzen traditionellen Verhaltensregeln werden gegenüber Touristen nicht äußerst Ernst genommen. Allerdings sollte man einige Dinge beachten:





Geld & Schecks

Nepal hat die Währung der nepalischen Rupie, ähnlich der indischen und deshalb auch sehr stark abhängig vom Nachbarstaat. Als wir dort waren (02.98 - 03.98), hatten 100 Rupien ca. den Wert von 1,50 Euro (aktueller Kurs). Überall gerne gesehen werden auch US-Dollar. Die deutsche Mark wird weniger akzeptiert, Travellerschecks in Euro können allerdings ohne Probleme eingetauscht werden. Die Preise für Lebensmittel sind recht unterschiedlich. Am Günstigsten kauft man natürlich in den "Nicht-Touristenzentren". In den Bergen gilt das Motto: je höher desto teurer. Auch was die Unterkünfte betrifft, gilt das Selbe. Selbst die angegebenen Preise in den Reiseführern sind nur ungefähre Preise, und so gilt es auch hier: handeln. Handeln ist in Nepal etwas ganz normales, denn besonders bei den Touristen werden schon mal 100-200% mehr verlangt. Allerdings gibt es bestimmte Regionen (z.B. Annapurna), wo die Regierung der Bevölkerung gewisse Richtpreise angeordnet hat, damit eine Gleichberechtigung herrscht. Mit Travellerschecks hatten wir keine Probleme, man sollte allerdings darauf achten, daß man sich bei der Geldauszahlung nicht die größten Banknoten (1000 Rupien) geben läßt, denn die Nepalis haben selten genügend Wechselgeld. Die Konditionen zwischen den verschiedenen Wechselstuben sind sehr unterschiedlich, man sollte daher die Angebote der verschiedenen Banken und Wechselstuben genau vergleichen. Eine Stückelung ab 200.- Euro ist am Günstigsten, da bei kleineren Beträgen die Provisionen übermäßig ins Gewicht fallen würden. Geldumtausch ist eigentlich nur in den größeren Städten möglich, man muß dies also immer in seiner Tourplanung berücksichtigen.




Sprache

Die nepalische Sprache ist für den ungeübten Europäer wie jede andere asiatische Sprache überhaupt nicht zu verstehen. Sie ist wiederum aufgegliedert in viele Dialekte der einzelnen Kasten, ist aber im Allgemeinen vergleichbar mit indisch (Nepalis verstehen die Inder, umgekehrt aber meistens nicht). Wir konnten uns aber ohne Probleme mit englisch verständigen, da es seit einigen Jahren in den nepalischen Schulen unterrichtet wird. Das wichtigste nepalische Wort ist "Namaste", welches soviel wie "Guten Tag" heißt.





Tavelnepal@gmx.de Nepal letzte Änderung am 13.09.2004